….. und gewöhnst sie sogar daran.

Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch.

Das ist tatsächlich so. Aber irgendwann kommt der Moment, wo wir unserem Stubentiger helfen müssen, gesund zu werden. Und hier kommen meistens Tabletten ins Spiel.

Einer Katze Tabletten zu geben ist nämlich gar nicht so einfach. Viele Katzenhalter können ein Lied davon singen und das sicher bestätigen. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, aber die meisten Katzen mögen einfach keine Tabletten und auch nicht das Prozedere des Tablettengebens und wehren sich dann ordentlich dagegen. Tabletten gehören nun einmal nicht zu den Lieblingsspeisen einer Katze. Die meisten Katzen sind da sehr sensibel und verschmähen dann auch ihr Futter, wenn man versucht, Tabletten ins Fressen zu mischen.

Ist deine Katze krank geworden und braucht medizinische Hilfe?

Dann musst du ihr sicherlich auch Tabletten geben. Vielleicht hast du ja schon einige Erfahrungen gesammelt. Falls nicht, kann ich dir mit meinen Tipps sicherlich weiterhelfen.

Wenn man einer Katze Tabletten geben muss, ist das oberste Gebot: Ruhe bewahren und auch ausstrahlen. Ich weiß, das hört sich nicht einfach oder fast unmöglich an. Es wird dir auch vielleicht nicht sofort gelingen.

Aber eines kann ich dir sagen: Durch regelmäßiges Üben wirst die nötige Ruhe bekommen. Mit der Zeit wirst du dann wirklich routinierter werden. Und wie immer überträgt sich dann diese Ruhe und Sicherheit auf den geliebten Stubentiger. Katzen haben nun einmal ein äußerst ausgeprägtes Gespür für Stimmungen.

Und wie gibst du deiner Katze nun am besten die Tablette?

Grundsätzlich hast du also zwei Möglichkeiten, einer Katze Tabletten zu geben. Entweder du gibst sie ihr ins Maul oder du schmuggelst sie ins Futter.

Ich favorisiere die erste Methode, weil du hier sicher sein kannst, dass die Tablette auch wirklich weg ist. Das andere Problem mit dem Futter hatte ich ja schon genannt.

Tabletten geben

Unser Maxi ist inzwischen 15 Jahre alt und hat ein schwaches Herz. Auf einmal waren wir in der Situation, ihm täglich Tabletten geben zu müssen. Wir waren sehr aufgeregt und unsicher. Nichts hat so funktioniert, wie wir es uns ausgedacht hatten. Für unseren Maxi war es auch Stress, obwohl er doch keinen Stress haben sollte. Aber wie ich schon oben erwähnte, nur Übung macht den Meister.

Und nun kommen meine Tipps:

Am besten wartest du einen Moment ab, wenn deine Katze zur Ruhe gekommen ist.

Damit meine ich aber nicht, dass du sie aus dem Schlaf reißen sollst. Denn wichtig ist, dass Katzen sich an ihren Rückzugsorten wirklich sicher fühlen sollen und dort in Ruhe schlafen können.

Ich meine eher den Moment, wenn sie sich zum Beispiel gerade geputzt hat und anfängt, vor sich hin zu dösen. Sprich leise mit ihr und kraule ihr den Kopf.

Anfangs, bis eine gewisse Gewöhnung für die Katze eintritt, funktioniert es zu zweit besser. Zumindest war es bei unserem Kater so, Es mag da „pflegeleichtere“ Fälle geben. Mein Mann hat Maxi auf einen Hocker gesetzt und ihn am Körper festgehalten. Ich sitze davor. Meine linke Hand liegt auf dem Kopf, Daumen und Zeigefinger am Kieferknochen. Jetzt kannst du den Kopf etwas nach hinten ziehen und gleichzeitig mit den Fingern leichten Druck ausüben, damit sich das Maul öffnet. In der anderen Hand hältst du die Tablette. Maxi mag nicht immer sein Maul öffnen, so habe ich mit dem Mittelfinger leicht den Unterkiefer nach unten drücken und gleich die Tablette ins Maul stecken können. Die Tablette so weit wie möglich nach hinten geben, damit sie nicht wieder ausgespuckt werden kann. Anschließend noch kurz ein paar mal über den oberen Halsbereich streicheln, damit der Schluckreflex einsetzt.

Anfangs wirst du vielleicht mehrere Versuche machen müssen, bis es endlich klappt, aber die Gewöhnungsphase ist eben von Katze zu Katze unterschiedlich. Und auch für uns war die Prozeder ja neu und wir mußten uns erstmal herantasten, um zu sehen, wie reagiert Maxi, was klappt, was nicht.

Das Festhalten war zuerst auch nötig, von allein hätte er sich das Prozedere nicht bieten lassen. Insofern hat dieses Vorgehen zwar so funktioniert, war aber für alle drei noch recht stressig. Und wir wollen doch unbedingt Stress für unseren Maxi vermeiden.

Also probierte ich Folgendes aus:

In einem Moment, wo er ruhig ist (z.B. auf dem Sessel sitzt), setze ich mich vor ihn und rede beruhigend auf ihn ein. Mittlerweile kann ich ihm schon die Tablette in der Hand zeigen. Er ist natürlich nach wie vor kein „Tablettenfan“, weiß aber bescheid. Mit der linken Hand streichele ich ihm über den Kopf. In der rechten Hand habe ich die Tablette zwischen Daumen und Zeigefinger. Mit dem Mittelfinger hebe ich sein Kinn nach oben, die linke Hand stützt von hinten leicht dagegen. Mit dem Mittelfinger drücke ich dann leicht den Unterkiefer nach unten, Maxi macht sein Maul auf und ich kann die Tablette einwerfen. Ich muss mich schon beeilen, denn gut findet er das Tablettengeben immer noch nicht. Die Devise lautet: kurz und schmerzlos.

Aber eines kann ich dir versichern – man selbst wird tatsächlich mit der Zeit ruhiger und die Katze auch. Und mit dieser Methode kann ich ihm inzwischen problemlos seine Tabletten ganz allein geben.

Wie immer ist der Memoryeffekt das Wichtigste. Danach bekommt deine Katze also unbedingt etwas Leckeres zur Belohnung. Du weißt ja am besten, womit du deiner Katze eine Freude machen kannst. Das war´s auch schon!

Ansonsten ist klar, Hektik oder Zeitdruck sind keine guter Helfer zum Verabreichen von Medikamenten bei Katzen.Du musst also schon wirklich einen geeigneten Moment wählen. Deine Katze wird es Dir danken, indem es von mal zu mal besser klappt.

Alternativen

Falls es mit den Tabletten so gar nicht klappen sollte, frag deinen Tierarzt, ob es das gleiche Medikament auch als Paste oder Tropfen gibt. Alternativ als Spritze. Wir haben in Notfällen auch schon Spritzen geben müssen.

Tabletten im Futter verstecken

Bei manchen Katzen kann man Tabletten auch problemlos im Futter verstecken. Dies funktioniert bei Maxi nicht, aber vielleicht ist das für dich eine Alternative.

Du kannst zum Beispiel die Tablette im Naßfutter verstecken. Hier wartest du am besten, bis deine Katze großen Hunger hat, und mischst die Tablette unter das Futter. Wenn Sie heißhungrig futtert, wird sie deine Trickserei sicher nicht bemerken, aber eher tolerieren.

Unserem leider schon verstorbenen Dicki konnten wir Tabletten gut mit Leckerlies geben. Er liebte zum Beispiel Leckerliestangen, die eine weiche Füllung haben. Dann habe ich ein Stück abgebrochen und eine Tablette darin versteckt. Die restlichen Stückchen gab es danach als Belohnung. Aber wie schon gesagt, die meisten Katzen sind bekanntlich sehr sensibel, was ihr Futter betrifft.


Ich hoffe, dass dir meine Tipps weiterhelfen werden. Probiere es aus und gib mir gern eine Rückmeldung in den Kommentar.

Wie funktionert das Ganze bei Deiner Katze?

Was hast Du für Erfahrungen und Ratschläge?


Und zum Schluss habe ich noch etwas Besonderes für dich:

Passend zu diesem Thema habe ich ein neues Motiv erstellt: eine Katze spuckt ganz empört eine Tablette wieder aus. Das ist die „no tablet cat“.

Dieses Motiv gibt es auch in meinem Shop als spaßiges Design für „Leidensgefährten“! Suche Dir Deine Lieblingsfarbe aus und hole Dir Deine ganz eigene „No Tablet Cat“!



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